08. September 2018 - 13. Ponickauer Radrennen (U40/Ü40)

08.09.2018 10:00

Im Rennen der U40/Ü40 standen zum Lausitzcupfinale neben mir, Mathias Funke,  noch die zwei Christians (Christian Sonnaben und Christian Guhlemann), Gilbert Gabriel, Uwe Bensch und Steffen Langer am Start.

Die Ziele waren für uns vor dem Rennen sehr klar abgesteckt. Gilbert wollten wir helfen das weiße Trikot, was er trotz des Pechs in den ersten Rennen auf seinen Schultern trug, zu verteidigen. Zweites Ziel war zu versuchen, die 15 Punkte Abstand auf Platz 1 in der Mannschaftswertung aufzuholen.

Das Rennen verlief in der ersten Hälfte wie bei einem Flachrennen üblich mit zahlreichen Attacken von verschiedenen Fahrern. Wir passten aber auf, dass keiner der für unsere Ziele „gefährlichen“ Fahrer entwischt. Steffen war dabei besonders aktiv, ging viele Ausreißversuche mit und konnte so nebenbei noch eine Sprintwertung gewinnen.

Christian S. als „Road Capitän“ ermunterte uns immer wieder aktiv zu fahren, um Attacken ggf. kontern zu können. Er war sich aber auch nicht zu schade, die eine oder andere Aktion selbst mitzugehen.

In der Hälfte des Rennens war ich noch optimistisch, was die Erreichung unserer Ziele anging: Gilbert sah locker aus und von den zahlreichen Fahrern vom Team Easy Tours sah man außer Hannes Wanta nicht viele in den ersten Reihen des Feldes. Alles entspannt also.

Meine Lockerheit ließ schlagartig nach, als ich Gilbert im Straßengraben liegen sah. Beim Vorbeifahren sah er erst mal nicht schlimm verletzt aus. Ich war mir in dem Moment nicht sicher was ich tun sollte. Warten und versuchen ihn wieder ran zu fahren? Weiterfahren? Ich ließ mich im Feld ans Ende zurückfallen und drehte mich um. Von Gilbert leider weit und breit nichts zu sehen. Ich wusste in dem Moment, dass Teil eins unseres Planes nicht gelingen wird. Es blieb also nur noch die Option selbst zu versuchen, so viel Punkte wie möglich zu holen.

Die letzte Welle vor dem Ziel kam ich gut hoch und so befand ich mich am Scheitelpunkt plötzlich ganz vorn im Feld und damit schon im Wind. Ich nahm kurz raus und scherte hinter Sebastian Rengert und Michael Scheibe ein. Die fuhren zwar mit ordentlichem Zug, ich rechnete aber dennoch damit, dass jeden Moment die wirklich schnellen Sprinter vorbeigeflogen kommen. Um das zu vermeiden, trat ich wohlwissend, dass es zum Ziel noch weit war, an und eröffnete den Sprint. Kurz vor der Linie kamen dann wie erwartet noch einige vorbei, ich sah aber aus dem Augenwinkel, dass nicht so viele Ü40 Fahrer dabei waren. Schadensbegrenzung also.

Für mich sprang am Ende Platz 4 in der AK raus. Uwe (7.) und Christian Sonnabend (12.) kamen kurz hinter mir rein. Christan Guhlemann (27.), Steffen (29.) und der glücklicherweise nur leicht verletzte Gilbert kamen etwas später ins Ziel.

Im Ziel tauschten wir uns kurz aus und waren alle der Meinung, dass es mit unseren heutigen Ergebnissen wohl in der Mannschaftswertung nicht reichen wird. 
Die Organisatoren rechneten hoch und runter und eine lächelnde Solly, die selbst im Frauenrennen mit ihrem vierten Platz einige Punkte für die Wertung einfuhr, verkündete uns: Wir haben es geschafft! Mit einem Punkt Vorsprung haben wir die Mannschaftswertung im Lausitzcup 2018 gewonnen. Eine schöne Sache! Irgendwie war dann doch jeder Punkt den irgendwer, irgendwann mal geholt hat wichtig.