07. Juli 2019 - RUND UM DIE LANDESKRONE

09.07.2019 09:39

Rund um die Landeskrone, oder ... Kommt eine Ente in Stromschnellen.

Das nächste Lausitzcup-Rennen in Görlitz stand vergangenen Sonntag an und wie immer in Görlitz war das Wetter und die Stimmung sehr gut. Leider - auch wie immer - wurden die Jedermänner am Start wieder warten gelassen und bei den Siegerehrungen ging es etwas drunter und drüber.

Am Start standen Steffen Langer, Mathias Funke, Christian Guhlemann, Gilbert Gabriel und Sam Sandten.

Steffen gab mir gleich bekannt, dass er heute für mich, Gilbert, fahren will. Danke für den Druck abzuliefern.

Schon die erste von vier Runden wurde gefahren, als wenn es die Letzte wäre. Erster Anstieg und Steffen fährt die erste Attacke. Kurz nach der Neutralisierung geht wieder eine größere Gruppe mit Fahrern aus meiner Altersklasse. Steffen braucht erst einmal Luft und ich versuche meinen Teil zu leisten, dass die Gruppe nicht weg kommt. Das Tempo ist und bleibt hoch. Kurz vor Ende der ersten Runde ist Steffen wieder da und mit seiner Hilfe kann das Feld die Ausreißer stellen.

Die erste Runde ist vorbei, das Tempo lässt etwas nach, aber noch etwas anderes lässt nach. Nach kurzer Zeit bin ich mir sicher, dass meine Sattelstütze langsam reinrutscht. Aus einer Sattelhöhe, die etwas ungewöhnlich ist, wird im Laufe der zweiten Runde eine Sattelhöhe, die unangenehm ist. Jede Bodenwelle ist mit entlasteten Sattel zu nehmen und ich frage bei zwei, drei Leuten nach, ob sie ein Tool mithaben.

Das Feld hat sich zwischenzeitlich geteilt, weil das Tempo immer noch straff ist. Dann kommt Steffen von hinten. Der Typ hat sich zu einem Materialfahrzeug vom zur gleichen Zeit laufenden Rennen zur Deutschen Meisterschaft zurückfallen lassen und ein Inbusschlüsselset besorgt. Ein schönes Set und Steffen hat sich die Seele aus dem Leib gefahren um wieder ans Feld zu kommen, doch der Inbus, den ich bräuchte, fehlte im Set.

Mittlerweile fühlte es sich wie Entengang an und ergonomisches Treten war nicht mehr drin. Am Ende war die Stütze sieben Zentimeter tiefer und mein Vertrauen zu vorgegebenen Anzugsmomenten bei Carbonteilen entgültig aufgebraucht.

In der Schlussphase des Rennens teilte sich unserer Gruppe unter dem Tempodiktat der schnellen Jungs der U40 nochmals. Dran bleiben, dran bleiben, dran bleiben... Im Schlussspurt wählte ich auch noch die falsche Seite und wurde im entscheidenden Moment noch eingebaut. Anderenfalls wäre mir wohl im direkten Vergleich gezeigt worden, dass zwei andere Jungs noch schneller sind. Steffen hat schon auf den letzten Kilometern alles gegeben und kam kurz darauf ins Ziel. Christan kommt auf Platz 28 und Mathias auf Platz 13 in seiner Altersklasse rein.

Sam konnte es in ihrem Rennen besser machen und belegte Platz zwei. Sie fährt nun im pinken Trikot der Lausitzcup-Damenwertung.

Unser Team hat neben dem ersten Platz in der Mannschaftswertung nun aktuell auch zwei Wertungstrikots.

Kette recht´s! Gilbert