01.Mai 2018 - 25. Ebersbacher Maienpreis

08.05.2018 14:09

Maienpreis über 82 km in Ebersbach – das 25. Jubiläumsrennen und auch das letzte???

Das hat so ziemlich alle geschockt, dass das seit 25 Jahren beliebte Radrennen in Ebersbach ab 2019 nicht mehr stattfinden soll. Umso höher war der Wille beim letzten Rennen noch einmal das Podium zu besteigen.

Mit mir starteten Uwe Bensch, Gilbert Gabriel und Mathias Funke im Seniorenfeld 2,5 Minuten nach den Männern. Das war Gilbert augenscheinlich gar nicht recht, denn er zog nach der Einführungsrunde das Tempo sofort unwiderstehlich an und setzte sich zur Verfolgung des Männerfeldes ab.

Mit Mathias setzte ich mich gleich an die Spitze des Felds um das Tempo hier raus zu nehmen. Dies gelang so gut, dass Gilbert schnell weit vor dem Feld lag. Was folgen würde ahnte ich bereits.

Matthias Reinfried von den Picardellics Dresden würde in absehbarer Zeit die Verfolgung aufnehmen. Also behielt ich ihn im Auge und konnte auch im entscheidenden Moment sein Hinterrad erreichen und halten. Außer mir war nur noch Bastian Stephan dabei, sodass es nun zu dritt im Eiltempo auf die Jagd nach Gilbert ging.

Ich war erstmal in der komfortablen Situation, dass ich nicht führen musste, da ich ja den ärgsten Konkurrenten von Gilbert nicht helfen durfte. Ziemlich schnell war uns klar, dass Gilbert das Männerfeld erreicht hatte, was wir nun vor uns im Blick hatten und auch erreichen würden. Also habe ich, im Rahmen meiner Möglichkeiten, mit gearbeitet, dass wir das Feld vor uns möglichst schnell erreichen. Das hat dann bis zur 6. Runde gedauert und ich glaube wir waren alle drei froh, dass wir uns nun etwas Ruhe im Windschatten gönnen konnten.

Matthias Reinfried hat bei der Verfolgung selbstlos alles gegeben und konnte am Ende nicht mehr in den Sprint eingreifen. So erreichte Gilbert als erster der Ü40 Fahrer das Ziel gefolgt von Bastian Stephan und Matthias Reinfried. Da außer mir kein Ü 50 Fahrer im ersten Feld war, konnte ich ganz entspannt als erster meiner Altersklasse ins Ziel rollen. Das Seniorenfeld kam erst 5:30 Minuten später ins Ziel.

Es war wieder ein super organisiertes Rennen, was allen Spaß gemacht hat und das im Rennkalender des nächsten Jahres eine große Lücke hinterlassen wird!

Sport frei! Michael Arnswald